sysTEMATIC - Newsletter der AOK Systems

0.2 Zukunft und Technologie

Schneller, besser und viele neue Möglichkeiten

Die HANA-Technologie der SAP bietet Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren undenkbar waren. Die AOK war eines der ersten Unternehmen, die eine Lizenz erwarben. Mithilfe der AOK Systems wird die innovative Technologie kontinuierlich ausgebaut. Auch die Barmer GEK hat sich für HANA entschieden und will ihre Systeme nach und nach umstellen.

Digitalisierung, mobile Anwendungen und Big Data verändern unsere Welt. Frank Schirrmacher schrieb 2013 in seinem Artikel „Wir wollen nicht“: „Big Data verändert unser Denken und Handeln radikal. Wir können Dinge tun, die wir niemals tun konnten.“ Um die Möglichkeiten von Big Data allerdings richtig ausschöpfen zu können, braucht es eine Technologie, die auch sehr große Datenmengen möglichst in Echtzeit verarbeiten kann. HANA kann das – und bietet damit eine Lösung für eine bessere Performance und ein enormes Innovationspotenzial. Kein Wunder also, dass die AOK sich früh für HANA entschied. In der ersten Gesundheitskasse, der AOK Hessen, läuft das Business Warehouse von oscare® bereits seit September auf HANA. Bei weiteren AOKs ist der Rollout im Gange. Bis Ende 2016 ist auch die Business Suite in oscare® – also das CRM- und ERP-System – HANA-fähig. Ziel ist, alle oscare®-Systeme auf HANA zu betreiben. „HANA ist eine der Schlüsseltechnologien, damit die Krankenkassen den IT-technischen Herausforderungen der Zukunft begegnen und sie meistern können“, erklärt Thomas Brunner, Produktmanager bei der AOK Systems. Er hat gerade in dem Fachbuch „Big Data in Medizin und Gesundheitswirtschaft“ den Aufsatz „Big Data aus Sicht einer Krankenkasse“ veröffentlicht.

Vorteile für Groß und Klein

HANA macht oscare® Beine, verbessert die Performance und bietet ganz neue Möglichkeiten. „Das hat auch die Barmer GEK von der Technologie überzeugt. Derzeit planen wir gemeinsam die Systemumstellung“, sagt Markus Goebel, Key-Account-Manager bei der AOK Systems. Aber nicht nur für die „großen“ Krankenkassen ist HANA eine gute Lösung. Auch kleine Kassen können von den HANA-Mehrwertfunktionen oder exklusiven Innovationen wie etwa dem Fraud Management profitieren. Eine weitere Stärke von HANA: Komplizierte statistische Verfahren können auf große Datenmengen angewendet werden – und die Ergebnisse liegen in Echtzeit vor. Das hilft zum Beispiel bei der Suche nach Betrugsmustern. Außerdem lassen sich damit Wahrscheinlichkeiten für Erkrankungen berechnen, was wieder ganz neue Präventionsansätze ermöglicht.

Blick über den Tellerrand

Auch in anderen Branchen ist HANA längst erfolgreich im Einsatz. Das „E-3 Magazin“ legte jüngst eine umfassende Markt- und Meinungsforschungsanalyse zum Thema HANA vor, die interessante Einblicke jenseits des Tellerrandes bietet. Ziel der Analyse war es, HANA-Anwender anhand von Marktlandkarten bei der Umsetzung zu unterstützen und ihnen eine Vergleichsbasis für ihre HANA-Roadmap zu geben. Rund 200 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum wurden zum Einsatz von HANA befragt. Die Ergebnisse wurden anhand komplizierter Algorithmen ausgewertet: HANA ist zwar nicht die einzige In-Memory-Technologie am Markt, aber mit weitem Abstand die bekannteste und weitverbreitetste. Deutlich wird aus der Studie: HANA ist wichtig, wenn es um die Zukunftssicherheit der Unternehmen geht. Viele Unternehmen sind allerdings noch am Anfang des Umsetzungsprozesses. Gründe sind die Dauer solcher Projekte, die nötigen Ressourcen und auch die Kosten auf Hardwareseite. Das wichtigste Argument, sich derzeit für HANA zu entscheiden, ist die Geschwindigkeit. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits ihre Business-Suite auf HANA umgestellt oder sind dabei. Die anderen werden sicher bald folgen, denn die Möglichkeiten von HANA sind ein echter Wettbewerbsvorteil.

Statement

„Wir versprechen uns viel von HANA. Zum einen eine bessere Performance, also eine Beschleunigung unserer Systeme. Gleichzeitig ergeben sich mit HANA ganz neue Anwendungsmöglichkeiten, die wir in Zukunft nutzen wollen. Davon profitieren unser Unternehmen und natürlich auch unsere Kunden. Zum anderen ist es auch so, dass wir seit 1998 mit SAP und seit 2006 mit oscare® arbeiten. Jetzt auf HANA zu setzen, ist also nur der logische Schritt, da in der Zukunftsstrategie der SAP und der AOK Systems HANA eine gewichtige Rolle spielt. Auf deren Erfolg vertrauen wir und davon will auch die Barmer GEK profitieren. Unsere HANA-Roadmap ist auf die kommenden Jahre angelegt. Im ersten Schritt werden wir in diesem Jahr einzelne wichtige Anwendungen auf HANA umstellen – und ab dem nächsten Jahr dann schrittweise das gesamte System.“

Tanja Tzieply, Abteilungsleiterin Standardsoftware bei der Barmer GEK