sysTEMATIC - Newsletter der AOK Systems

0.5 Software und Releases

Highlights aus dem
oscare®-Release 3.08

Heute präsentieren wir Ihnen zwei Highlights aus dem Release 3.08.

  • Beschreibung der Abrechnungspositionen für Zuzahlungsaufforderung und -erinnerung sowie Abrechnungsschreiben erweitern (alle ELW-Prozesse): CR 11026
  • Dialogpflege für alle Bestandsdaten der Leistungserbringer (Ärzte, Zahnärzte und über SVI gelieferte Leistungserbringer) in den entsprechenden Rollen im BP/ZLEI zulassen: CR 10009
Beschreibung der Abrechnungspositionen für Zuzahlungsaufforderung und -erinnerung sowie Abrechnungsschreiben erweitern (alle ELW-Prozesse): CR 11026

Mit dem CR 11026 stellen wir weitere Optimierungen hinsichtlich der Aufbereitung von Fakturierungs- und Zahlungserinnerungsschreiben für den Zuzahlungsprozess zur Verfügung. Aber nicht ausschließlich, denn sämtliche ELW-Prozesse werden in Teilen von dieser Entwicklung profitieren. Hier zeigen sich erneut die Vorteile der Standardentwicklung: Ideen bzw. Entwicklungen für einen speziellen Prozess versuchen wir auch konsequent auf andere Prozesse zu übertragen.

Fachpraktiker haben beim Zuzahlungsthema angeregt, Fakturierungsschreiben für den Kunden „sprechender“ und selbsterklärender gestalten zu können. Denn Kunden, die ein Schreiben nicht verstehen, sind unzufriedene Kunden und erzeugen durch Rückfragen unnötigen Aufwand beim Sachbearbeiter.

Die unangenehmen Effekte resultieren teilweise aus - für den Versicherten - nicht aussagekräftigen Bezeichnungen oder abstrakten Begrifflichkeiten, die sich nicht unbedingt mit einer in Anspruch genommenen Leistung in Verbindung bringen lassen. Beispiele sind Zuzahlungen für “Fahrkosten“ oder „Heilmittel“. Zum Vergleich: viel verständlicher klingt „Rettungstransport“ anstelle der Fahrtkosten und „Massage“ anstelle der Heilmittel als Konkretisierung für das Erinnerungsvermögen.

Diese Differenzierungen können jetzt über eine Customzingtabelle aus Bestandteilen der Gebührenposition maschinell abgeleitet, aber natürlich im Dialog auch manuell ausgewählt werden.

Ferner wird bei einer verordnungsbezogenen Zuzahlung nunmehr generell das Verordnungsdatum als Leistungszeitraum von/bis und bei HKP die Zuzahlungstage übergeben.

Solche Konkretisierungen sind auch bei weiteren ELW-Prozessen möglich. Möchte man bspw. in der Abrechnung gegenüber der Berufsgenossenschaft noch erläutern, weswegen eine bestimmte Abrechungsposition im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit abrechenbar ist oder eine Leistung nur in Teilen gefordert wird, so ist dies jetzt mit einem Freitext an jeder Abrechungsposition möglich. Das geht ganz einfach mit dem neuen Dialogfenster „Abrechnungsposition spezifizieren“.

Es ist uns gelungen, diesen CR nachträglich noch im laufenden Release 3.08 einzuplanen. Damit stehen die attraktiven Funktionen bereits ab Spätherbst zur Verfügung.

Dialogpflege für alle Bestandsdaten der Leistungserbringer (Ärzte, Zahnärzte und über SVI gelieferte Leistungserbringer) in den entsprechenden Rollen im BP/ZLEI zulassen: CR 10009

Der CR 10009 schafft neue technische Möglichkeiten der Datenspeicherung und –verteilung beim oscare® Businesspartner. Ziel ist es, die Qualität der Stammdaten der Leistungserbringer in oscare® zu optimieren und Versorgungsmanagementprozesse von oscare® MC 3.0 durch zusätzliche Funktionen zu unterstützten. Die neuen Funktionen des CR werden im Rahmen des lizenzpflichtigen Produktes oscare® MC 3.0 Versorgungsmanagement bereitgestellt.

Bislang werden die Daten der Leistungserbringer ausschließlich durch Verarbeitung extern angelieferter Daten aus zentralen, bundesweit einheitlichen Quellen (SVI, KBV, KZBV) in oscare® gespeichert und aktualisiert. Bei bundesweit tätigen Krankenkassen (z.B. Barmer GEK) erfolgt diese Speicherung direkt im lokalen oscare® System der Kasse. Beim Mehrkassensystem der AOKs werden die Daten zunächst in einem vorgeschalteten zentralen System (oscare® ZLE – zentraler Leistungs­erbringer) vorgehalten und von dort in die lokalen Systeme der einzelnen Gesundheitskassen verteilt.

Für die Krankenkassen besteht bislang keine Möglichkeit, lokal vorhandene, aktuellere, höherwertige oder zusätzliche Daten von Leistungserbringern in oscare® zu speichern. Aus diesem Grund existieren bei vielen Kranken­kassen lokale Eigenanwendungen, die mit dem Einsatz des CR 10009 zukünftig entfallen sollen.

Der CR stellt für die lokalen oscare® Systeme eine generische Schnittstelle zum Laden von Leistungserbringerdaten aus beliebigen Quellen bereit, die von der einzelnen Kasse über ein customizebares Regelwerk gesteuert wird und auch die Folgeprozesse (z.B. Klärfallbearbeitung) unterstützt.

Die Vorteile der neuen Lösung:

  • Die Pflege der Daten aller Leistungserbringer ist im Dialog in der lokalen Kassenlandschaft möglich
  • Neben den bundesweit angelieferten Daten können weitere, kassenindividuelle Datenquellen zur optimalen Pflege der Daten eingebunden werden
  • Die maschinelle Verarbeitung dieser weiteren Datenquellen wird über ein kassenindividuell einstellbares Regelwerk gesteuert und durch Klärfallbearbeitung unterstützt
  • Die manuell erfassten oder maschinell eingespielten Daten stehen der Kasse unmittelbar für die nachgelagerten Bearbeitungs- und Steuerungsprozesse in oscare® zur Verfügung

Die Pilotierung der neuen Funktionen des CR 10009 erfolgt im ersten Quartal 2014 im Rahmen des Pilotprojektes oscare® MC 3.0 Versorgungsmanagement. Nach erfolgreicher Pilotierung ist der bundesweite Rollout vorgesehen.